Fulcher von Toulouse erblickete als nachgeborener Zwilling des Gottfried von Grenoble A.D 1185 zu Grenoble das Licht der Welt. Auf Wunsch der Eltern trat er 1197 in das Zisterzienserkloster Léoncel im Vercors ein, allda er nach der angezeigten Zeit seine Gelübde ablegte. Da er sich gelehrig erzeigete, ward er häufig von seinem Prior ausgesandt gen Citeaux, um dem Mutterkloster in regelmäßigem Abstande Zeugnis abzulegen über das Gedeihen der Zisterze Léoncel.

Zu solcher Gelegenheit lenkte er die Aufmerksamkeit des dortigen Abtes Arnauld Amaury auf sich. Dieser forderte Fulcher in seine Dienste und nutze ihn häufig als Boten. Als der Kreuzzug gegen die Katharer ausgerufen ward, zu dessen geistiger Leitung Abt Arnauld Amaury berufen wurde, gelangte Fulcher mit dem Kreuzzug und seinem Abt hinunter ins Langue d’Oc, allda er vom Kloster Fontfroide immer wieder ins Umland gesandt wurde, um geheime und gefährliche Botengänge zu erledigen.

Unglückseligerweise stand zu selbiger Zeit sein Zwillingsbruder Gottfried im Dienste derer von Carcassonne. Da sie beide von Ihrer Sache überzeugt waren, sich gegenseitig aber nicht überzeugen konnten, gelobten sie sich gegenseitig, Leben und Wohlergehen des Anderen nicht zu gefährden und sich fürderhin im Leben aus dem Wege zu gehen, um nicht durch unbedachte Worte das Leben des Anderen in Gefahr zu bringen.

Durch seine Reisen bis nach Toulouse lernte Fulcher Dominikus kennen, der dorten ein kleines Konvent gegründet hatte zu bekehren die ketzerischen Katharer. Angetan von dessen Menschenliebe und glühender Gottesfurcht erbat sich Fulcher Dispens von Arnaud Amaury und begab sich in das Konvent des Dominikus.

Die Geheimen Dienste des Vatikan wurden rasch auf Dominikus und seine Anhänger aufmerksam. Und so wurden die Brüder damit beauftragt, die Hl. Inquisition im Langue d’Oc voranzutreiben und gegen das Ketzertum anzukämpfen.

Auf Drang der Geheimen Dienste reiste Fulcher nach Köln, um als Inquisitor dort ebenfalls den Kampf gegen Ketzertum, Hexerei und Zauberei aufzunehmen.

Und so kreuzeten sich seine Wege wiederum mit denen seine Bruders, der mit den Herren des Freien Bundes der Löwenritter inzwischen in Süddeutschland unterwegs war. Doch nach wie vor gehen sie sich aus dem Wege, auch wenn Fulcher auf die Begleitung der wehrhaften Ritter ungern verzichten mag.

Fulcher von Toulouse, Inquisitor
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